Dienstag, 7. Oktober 2008

Mumbai, Goa, Kerala

Es wurde eine der schönsten Reisen an die ich mich erinnern kann. Nicht nur war die Konstellation der Reiseteilnehmer einfach perfekt, sondern auch die drei Destinationen boten mehr, als man sich nur wünschen kann.
Mumbai, eine Weltstadt, das indische London, schaffte es ganz deutlich unserer Heimatstadt Delhi den Rang abzulaufen. Wie verliebt torkelnd konnten wir uns dem Charme dieser kolonialen Stadt nicht entziehen, wenngleich wir auch nicht den größten Slum Asiens als Teil dieses Gefüges vergaßen und versuchten das Gesehene richtig einzuordnen. Nach drei Tagen verließen wir Mumbai auch schon wieder und es folgte eine 13-stündige Fahrt mit dem Nachtzug nach Goa, der ehemaligen Kolonie Portugals und ein Hippieparadies vergangener Zeiten. Dort gabs für uns neben Strand und Cocktails auch Mofas, welche wir mieteten, um Goa mobil erkunden zu können. Es wurde die erwartete Erholung im vergleichsweise stressvollen Unialltag. 16 Stunden Zug nach Kerala, die im Süden Indiens liegende Provinz mit der weltweit einzigen demokratisch gewählten kommunistischen Regierung, überstanden wir unbeschadet. Kerala bot wiederum Strände und Ausspannen, doch das Highlight war ganz sicher unser Hausboot. Für 24 Stunden mieteten wir uns ein Hausboot mit zwei Schlaf- und zwei Badezimmern, einem Koch, einem Kapitän und einer weiteren Hilfskraft an Board, um, ausgestattet mit reichlich Alkohol, die tropischen Backwaters zu erkunden. Es wurde eines der besten Erlebnisse meines bisherigen Lebens.
Nach 11 wunderschönen Tagen fiel uns die Rückkehr naturgemäß nicht leicht, doch die Erinnerungen daran werden stets in unseren Köpfen präsent bleiben.

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